Website Anita Cortesi

Projekt

Radix

Südlicher Mondknoten im 5. Haus, nördlicher Mondknoten im 11. Haus in Konjunktion zur Sonne



Klassensprecher, Klassenkasper, Mannschaftskapitän, Torschützenkönig, Clown aller Orten, "Vorturner" auf allen möglichen "Bühnen". Musiker mit Auftritten in kleinerem und größerem Rahmen. Im Rampenlicht stand ich als Kind, Jugendlicher und junger Mann oft und gerne. Auch während meines Musikstudiums feilte ich noch ein bisschen an meiner "Karriere", übte vor allem solistische Gitarrenliteratur und verschaffte mir Auftrittsmöglichkeiten, obwohl mich diese zunehmend mehr Nerven gekostet haben. Angebote für Ensembleaktivitäten wies ich ab. (Soweit mein südlicher Mondknoten im 5. Haus.)

Schleichend, kaum merkbar wandelte sich die Gesinnung. Zunächst teilte ich die Beachtung mit einem Duopartner, später im Quartett. Heute sitze ich in einem Gitarrenorchester in der hintersten Reihe. Mein Drang nach Beachtung und individuellem Erfolg hat sich sehr vermindert. Die eingangs erwähnten Vorturnereien sind Vergangenheit. Stattdessen liebe ich es mich einzuordnen wie zum Beispiel, mein Können dem Orchester zu widmen. Und nicht nur das ! Ich engagiere mich für dieses Orchester in organisatorischen Bereichen, versuche die Toleranz unter den Mitgliedern zu fördern, genieße die gruppen-dynamischen Prozesse und bin davon begeistert, an einer sehr wertvollen Sache Teil zu haben bzw. Teil zu geben. (Nördlicher Mondknoten im 11. Haus.)

Wenn es Not tut, macht es mir nichts aus, den Dirigenten mal zu vertreten. Denn die Fähigkeiten, die ich mir bei meinem Bestreben, individuellen Erfolg zu haben, erwarb, sind mir immer noch zugänglich.

Interessant ist noch folgendes: Meine 3 Schwestern haben auch den Mondknoten im 11. Haus und einen vergleichbaren Werdegang. Oft hatten wir in früheren Jahren das Thema, dass unsere Eltern uns zwar gefördert haben aber nie "Fans" von uns waren. Gerne und hilfsbereit haben sie uns zum Beispiel zu unseren Konzertterminen gefahren, hörten auch zu, haben uns jedoch niemals "auf die Schulter geklopft". Eher haben sie uns erzählt, was andere Leute tolles leisten. Dieses Verhalten hat uns teilweise verletzt und auch gekränkt.

Heute ist mir klar, warum wir vier Geschwister uns diese Eltern "ausgesucht" haben. Es war zwar schmerzlich aber sinnvoll, wie sie uns von Anfang an unsere Entwicklungsaufgabe näher gebracht haben.

Letzteres ist eine Erkenntnis, die ich der Astrologie verdanke, ein Beispiel für die Toleranzbildung durch Horoskopdeutung. Dafür bin ich dankbar.

Martin